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Ergotherapie
DER GANZE MENSCH IM MITTELPUNKT
Als Ergotherapeut*in helfen Sie Menschen mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit oder Sinneswahrnehmung sowie bei psychisch-funktionellen Einschränkungen. Die Ergotherapie ist eine ganzheitliche Therapieform, die auch präventiv wirkt – also bevor Schädigungen entstehen. Mit den Betroffenen trainieren Sie gezielt Alltagshandlungen, indem Sie handwerkliche, sportliche und gestalterische Techniken anwenden.
Schulgeldfreiheit
Seit Februar 2019 sind unsere Berufsfachschulen für Ergotherapie schulgeldfrei. Das Kultusministerium übernimmt mit der Zahlung des Gesundheitsbonus den überwiegenden Teil des Schulgeldes.
Eine monatliche Verwaltungspauschale wird dennoch fällig. Erfragen Sie diese bei dem Schulstandort Ihrer Wahl.
Breites Spektrum
Als Ergotherapeut*in arbeiten Sie zum Beispiel mit entwicklungsverzögerten Kindern, mit Rheuma-Patient*innen oder mit an Alzheimer erkrankten Personen. Ihre Einsatzorte sind vielfältig: Nach Ihrer Ausbildung zum*r Ergotherapeut*in können Sie unter anderem in Krankenhäusern, Schulen, Altenheimen, Pflegeheimen, Behindertenwerkstätten und Sozialstationen arbeiten, in einer ET-Praxis oder einem ambulanten Reha-Zentrum.
Schon in Ihrer Ausbildung lernen Sie ein breites Spektrum an Fähigkeiten: medizinische Grundlagen, biologische und physiologische Abläufe beim Menschen, arbeitsmedizinische und sozialwissenschaftliche Fachinhalte sowie handwerkliche und gestalterische Techniken.
INFORMATIONEN
Perspektiven
Wie sehen meine beruflichen Perspektiven aus, wenn ich einen Beruf in der Ergotherapie ergreife?
Was verdiene ich?
Ausbildungsablauf
Wie läuft die Ausbildung genau ab? Was lerne ich und wie sehen die Fächer aus, in denen ich unterrichtet werde?
Mehr erfahrenVoraussetzungen
Welche Voraussetzungen muss ich für einen Beruf in der Ergotherapie erfüllen? Wie kann ich mich für einen Ausbildungsplatz bewerben?
Mehr erfahrenUNSERE SCHULSTANDORTE
Bewerbung
Sie haben alle Unterlagen und Voraussetzungen? Sie möchten sich für einen Platz an einer unserer vier Berufsfachschulen für Ergotherapie bewerben? Schicken Sie uns gerne Ihre Bewerbung auf digitalem Weg und wir melden uns umgehend bei Ihnen.
Dieser Link führt Sie zu unserem Bewerbungsformular. Sie können hier die passende Schule auswählen und Ihre Unterlagen hochladen.
Ihr Abschluss
- Staatlich anerkannte Ergotherapeutin
- Staatlich anerkannter Ergotherapeut
Leitbild
- Selbstverständnis und Berufsidentität
Wir verstehen Ergotherapie als Profession im Gesundheits‑, Bildungs‑ und Sozialwesen. Wir betrachten Menschen in ihrer Vielfalt und befähigen sie, ihr Recht auf bedeutungsvolle Betätigung wahrzunehmen, ihren Alltag selbstbestimmt zu gestalten und an der Gesellschaft teilzuhaben.
Als Expert*innen für Betätigung unterstützen Ergotherapeut*innen Menschen, die das Anliegen oder den Bedarf haben, sich selbst, ihr Handeln oder ihre Lebenswelt zu verändern. Sie greifen vorhandene Potenziale auf und entwickeln gemeinsam mit Einzelpersonen, Gruppen, Organisationen und Gemeinden Lösungen, um Handlungskompetenz, Teilhabe und Lebensqualität nachhaltig zu stärken.
Wir übernehmen diese Grundhaltung als gemeinsames Leitprinzip unserer Ausbildung.
- Bestätigungsorientierung als zentrales Leitprinzip
Den engen Zusammenhang zwischen Betätigung, Gesundheit und Wohlbefinden betonen sowohl die Begriffsbestimmung des DVE als auch die Standards der WFOT.
Ergotherapeutisches Handeln basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen – insbesondere aus der „Occupational Science“ – sowie auf ethischen Prinzipien.
Wir leben dieses Verständnis in der Ausbildung konsequent in Theorie und Praxis.
- Kompetenzorientierte Ausbildung (DVE-Kompetenzprofil & Begriffsbestimmung)
Unsere Schulen orientieren die Ausbildung an den zentralen Kompetenzbereichen des DVE‑Kompetenzprofils und integrieren die in der Begriffsbestimmung beschriebenen Grundhaltungen.
Ergotherapeutische Expertise umfasst klientenzentriertes Handeln auf der Grundlage der Berufsethik sowie die Förderung von Teilhabe, Lebensqualität und Wohlbefinden auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und schließt folgende Domänen ein:
- Kommunikation – u.a. die Nutzung inter- und intraprofessioneller Teams für eine gemeinsame Fachsprache, vertrauensvolle und professionelle Beziehung zu Klient*innen
- Zusammenarbeit – u.a. Kooperation mit Akteuren des Gesundheitswesens, der Wissenschaft und der Politik
- Management – u.a. Weiterentwicklung der ergotherapeutischen Tätigkeit im Sinne des ergotherapeutischen Berufsbildes, untermauert durch ein fundiertes Qualitätsmanagementsystem
- Fürsprache – u.a. Anregen von Teilhabe, Lebensqualität und Wohlbefinden durch Ausrichten des Handelns auf die Bedarfe und Bedürfnisse der Klient*innen. Dies fördert Empowerment, Entwicklung von Gesundheitskompetenz und Betätigungsgerechtigkeit.
- Lernen – u.a. reflexive Praxis, Weiterentwicklung, lebenslanges Lernen, Erhalt und Verbesserung des professionellen Handelns auf Grundlage interner und externer Evidenz, selbstorganisiertes Lernen, Konstruktivismus als Bildungstheorie
- Professionalität – u.a. Handeln auf Basis von Werten und Normen sowie einer professions-ethischen Grundhaltung, wichtige Funktion im Gemeinwesen
Das Berufsprofil dient uns dabei als Rahmen für eine zeitgemäße Berufsidentität – klar positioniert, reflektiert und gesellschaftlich relevant.
- Gesellschaftliche Verantwortung & Zukunftsorientierung
Wir setzen uns kritisch mit gesellschaftlichen, technologischen und ökosystemischen Entwicklungen auseinander und integrieren diese in die Ausbildung.
Darüber hinaus kooperieren wir mit nationalen und internationalen Hochschulen und unterstützen damit den Prozess der Akademisierung. Gleichberechtigung, Barrierefreiheit und gesellschaftliche Teilhabe sind für uns grundlegende Selbstverständnisse.
Die Lernenden werden befähigt, aktiv an einer inklusiven und partizipatorischen Gesellschaft mitzuwirken. Dabei dienen Toleranz, Respekt und Wertschätzung als stetiger Leitgedanke.
- Qualitätsentwicklung (WFOT + DVE)
Zur Qualitätssicherung an unseren Schulen halten wir uns an die Richtlinien folgender Interessensvertretungen:
- WFOT (World Federation of Occupational Therapists – Weltverband Ergotherapie)
- ENOTHE (European Network of Occupational Therapy in higher Education)
- COTEC (Council of Occupational Therapists for the European Countries)
- DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.)
- VDES (Verband Deutscher Ergotherapie Schulen e.V.)
- IQH (Institut für Qualitätssicherung in der Heilmittelversorgung e.V.)
Wir verpflichten uns, unsere Leitbilder regelmäßig zu überprüfen und zu aktualisieren. Zudem passen wir die Inhalte der beruflichen Ausbildung fortlaufend an die aktuellen Standards aus Forschung und Praxis an.
Als lernendes System stellen wir uns somit den zukünftigen Herausforderungen.
Weiterbildung
Die Ergotherapie entwickelt sich ständig weiter und es ist für Sie als ausgebildete* Therapeut*in entscheidend, Ihr Wissen und Ihre Fähigkeiten regelmäßig zu erneuern. Auch gibt es vielfältige Möglichkeiten sich fachspezifisch und beraterisch weiterzuentwickeln. Die Arbeit mit physisch und psychisch beeinträchtigten Menschen bedeutet immer auch eine Schnittstelle zur psychologischen Begleitung. Daher sind grundlegende psychologische Kenntnisse von Bedeutung, die sie sich in Form von Weiterbildungen gezielt aneignen können.
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